Im Unterschied zur MXO2 konzentriert sich die Mini Version auf die Formate F-BAS, Y/C, SD/HD-YUV und HDMI (mit bis zu 8 Kanal Audio) nebst analog Stereo Audio. Man verzichtet hier also auf (HD)-SDI, RS-422, Sync und weitere Audioanschlüsse.
Mit der MXO2 Mini möchte Matrox vor allem der sehr erfolgreichen Blackmagic Design Intensity Pro Schnittkarte Konkurrenz machen und das schafft dieses mit Bravour, sicher auch wegen dem sehr günstigen Preis von nur 449.-EUR (unser Preis inkl. Versand und MwSt.)
Die Matrox MXO2 Mini bietet dem Hauptkonkurenten, der Blackmagic Design Intensity Pro Schnittkarte gegenüber mehrere Vorteile:
- die Breakoutbox erlaubt das bequeme und einfache Anschließen sämtlicher Kabel
- die MXO2 Mini ist auch mobil am Notebook einsetzbar, da die Box je nach Wunsch entweder mit einer PCIex Adapterkarte oder einer PC Express Einschubkarte geliefert wird.
- Matrox liefert ein eigenständiges Aufnahme Programm mit, dass die Aufnahme im Matrox I-Frame MPEG2 codec ermöglicht, der qualitativ dem alten M-JPEG codec von Blackmagic Design deutlich überlegen ist (eine unkomprimierte Aufnahme ist auch möglich)
- wie die MXO2 bietet auch die Mini Version eine hochwertige und kalibrierbare Ausgabe über HDMI (auch mit "blue-check")
- 3 Jahre Garantie
Der für viele Anwender entscheidende Unterschied zur Intensity Pro dürfte aber sein, dass Matrox wesentlich mehr Energie in die Programmierung der Plug-ins für Premiere Pro (CS4/CS5/CS5.5) und weiterer Programme setzt. Bei Blackmagic gibt es seit dem Erscheinen der Intensity Lösung zahllose Probleme - die dazu geführt haben, dass die Intensity (Pro) inzwischen das Produkt ist, dass wir am häufigsten wegen Unzufriedenheit zurück bekommen.
Wir haben die MXO2 Mini (MAX) intensiv getestet und haben keine der sonst bei AJA oder Blackmagic üblichen Verzögerungen oder Ungenauigkeiten beim Arbeiten in der Timeline feststellen können.
Eine Besonderheit ist auch, dass das Plug-in die Möglichkeit bietet, das digitale und das analoge Signal getrennt von einander auszugeben (siehe Bild). So kann man z.B. über HDMI ein HD-Signal und gleichzeitig über F-BAS, S-Video oder YUV ein SD-Signal ausgeben.
Die MXO2 mini bietet seit 2010 Treiber für Mac (Final Cut Studio) und PC (CS4/CS5/CS5.5 Production Premium bzw. Premiere Pro CS4/CS5./CS5.5)
und kommt nun auch mit dem bei Matrox bekannten Matrox RT Modus für mehr Echtzeit bei der Bearbeitung in der Timeline von Premiere Pro CS5.5.
Gerade Letzteres ist schon fast ein Muss, wenn man mit Adobe Premiere Pro CS5 und dessen Mercury Engine (also mit einer entsprechenden Nvidia Beschleuniger Grafikkarte) in Echtzeit arbeiten möchte. Im Vergleich zu anderen Schnittkarten wie den Schnittkarten von AJA oder Blackmagic erfolgt nämlich (bislang) keine Ausgabe der Echtzeiteffekte auf den an der Schnittkarte angeschlossenen Kontrollmonitor. Arbeitet man ohne MAX Option muss man also leider auf die Echtzeitvorzüge von CS5 verzichten - und wer möchte das schon. Weiter setzt Matrox seine umfangreiche Erfahrung bei der Optimierung der Echtzeiteffekte ein, so dass mit Hilfe der MAX Option sogar noch eine zusätzliche Beschleunigung der Mercury Engine erfolgt.
Weiter liefert Matrox zudem noch die sehr beliebten und leistungsstarken Farb- und Keyfilter mit, die schon bei AXIO und RT.X2 zum Einsatz kamen und auch voll Echtzeitfähig sind. Im Gegensatz zu früher kann man nun aber auch die Adobe Mercury (Cuda GPU) beschleunigten Effekte direkt in Echtzeit ausgeben.
Die MAX Technologie erlaubt es zudem, H.264 schneller als in Echtzeit zu encodieren. Wer schon einmal eine Blu-ray in H.264 encodiert hat, weiß diese sicher zu schätzen. Der Geschwindigkeitsfaktor gegenüber einem aktuellen Quadcore System liegt bei ca. Faktor 8. Doch auch für anderen H.264 basierte Technologien wie ipod, apple TV, YouTube, WebVideo und vor allem Flash Video (F4V) ist die Hardware nutzbar.
Sehr gelungen ist auf jeden Fall die Integration der MAX Technologie. Neben den vielen möglichen Ausgabeformaten ist es vorbildlich, das Matrox die MAX Technologie auch direkt in den Adobe CS4/CS5 Media Encoder (Bestandteil von Premiere Pro CS4/CS5 und Production Premium CS4/CS5) sowie in den Apple Compressor (Bestandteil von Final Cut Studio) und Apple QMaster integriert.
Die MXO2 mini oder MXO2 mini MAX gibt es mit Desktop oder Laptop Adapter. Möchte man die MXO2mini (MAX) mobil und stationär einsetzen, kann man auch einfach einen weiteren Adapter für 99.-EUR hinzukaufen.
Unser Fazit: Dieses Produkt ist sehr empfehlenswert für sehr viele AVID Media Composer 5 und 5.5, Final Cut Pro, Adobe Premiere Pro CS4/CS5/CS5.5 Kunden, die eine kostengünstige Lösung suchen, um eine optimale Vorschau zu erhalten. Bei Adobe CS4/CS5/CS5.5 werden im Übrigen auch Photoshop und After Effects unterstützt. Zudem ermöglicht die MXO2mini (MAX) die Aufnahme von Videosignalen (bislang noch nicht direkt in Verbindung mit dem Avid MediaComposer).
Besonders interessant ist es für flexible, mobile Lösungen (da Betrieb auf dem Notebook oder am Desktop möglich und zwar für die Aufnahme genauso wie für die Vorschau) und für AVCHD Camcorder Anwender, die durch den Matrox I-Frame codec auch eine erhebliche Beschleunigung beim Arbeiten erhalten.
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